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Veränderte Gene als Krankheitsverursacher
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Geschrieben von Redaktion   
Wednesday, 25. June 2008
Das Leben hinterlässt Spuren auf dem menschlichen Erbgut, wie jetzt ein internationales Forscherteam gezeigt hat. Im Laufe der Zeit verändert sich die chemische Formatierung der Erbsubstanz, also die Verteilung von Schaltergruppen und anderen Steuerelementen, die bestimmen, wann welche Gene ein- oder ausgeschaltet werden. Diese sogenannte epigenetische Programmierung steht im Verdacht, eine Rolle bei der Entstehung von Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Autismus zu spielen. Dass sie sich mit dem Alter verändert, könnte zudem erklären, warum ältere Menschen anfälliger für diverse Krankheiten und Gesundheitsprobleme sind, glauben Hans Bjornsson von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore und seine Kollegen. Ihre Entdeckung stellen die Forscher im Fachmagazin «JAMA» vor (Bd. 299, S. 2877). Die wichtigsten epigenetischen Werkzeuge sind Methylgruppen, die an die DNA angehängt werden können und dadurch dahinter liegende Gene ausschalten. Ihre Verteilung lässt sich durch Umweltfaktoren wie beispielsweise die Ernährung beeinflussen. Trotzdem prägen sie das Erscheinungsbild und die Gesundheit eines Menschen, indem sie bestimmen, welche Proteine eine Zelle produziert.
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Rauchen macht dumm
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Geschrieben von Redaktion   
Tuesday, 24. June 2008
Raucher geben gern die kurzfristige Steigerung von Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit als Motiv für die nächste Zigarette an. Doch auf die Dauer scheint Rauchen die kognitiven Fähigkeiten eher herabzusetzen, wie die Ergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie in den Archives of Internal Medicine (2008; 168: 1165-1173) zeigen.

An der Whitehall-II-Studie beteiligten sich etwa 10.000 Staatsangestellte im Regierungsbezirk der britischen Hauptstadt. Sie wurden zu Beginn der Studie (1985-1988) und dann wiederum in Phase 5 (1997-1999) nach ihren Rauchgewohnheiten befragt. Im Rahmen dieser Nachuntersuchung wurden auch verschiedene kognitive Tests durchgeführt, deren Ergebnisse Séverine Sabia vom französischen Forschungsinstitut INSERM in Villejuif jetzt ausgewertet hat.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Raucher schnitten in allen Tests schlechter ab als Nichtraucher. Teilweise war dies auf sozioökonomische Faktoren zurückzuführen (Rauchen ist in den schwächeren Einkommens- und Bildungsschichten stärker verbreitet). Doch auch wenn dies und der Faktor Gesundheitsverhalten berücksichtigt wurden, lagen die Raucher in den meisten Tests weiter hinten.

Vor allem im Gedächtnistest (Erinnerung an 20 Wörter) und im Logiktest (65 verbale und mathematische Aufgaben) waren sie schlechter als die Angestellten, die nie geraucht hatten. Die Unterschiede wurden bei einer weiteren Nachtuntersuchung in 2002 bis 2004 (Phase 7) noch deutlicher. 

Exraucher hatten bessere Testergebnisse – vor allem, wenn sie das Rauchen schon vor längerer Zeit aufgegeben hatten. Daraus schließt Sabia, dass es auch im mittleren Lebensalter – die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie zwischen 35 und 55 Jahre alt – noch lohnen kann, das Rauchen aufzugeben.

Sie vermutet, dass die Wirkung noch größer ist, als die Studienergebnisse anzeigen. Denn viele Raucher, die an dem ersten Test teilgenommen hatten, wollten sich nicht erneut prüfen lassen – und einige waren inzwischen gestorben. Die Hazard Ratio von 2,0 auf einen frühzeitigen Tod war ein weiteres, nicht unerwartetes Ergebnis der Untersuchung.
 
Prostata: Gesunde Ernährung knippst Krebsgene aus
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Geschrieben von Redaktion   
Tuesday, 24. June 2008
Fettarmes Essen und Sport reduzieren das Krebsrisiko – eine neue Studie zeigt nun, warum das so ist. Eine gesunde Lebensweise schaltet demnach zahlreiche Gene ab, die ein Tumorwachstum begünstigen. Gleichzeitig aktiviert sie andere, die den Körper vor Krankheiten schützen. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" stellen Forscher der Universität von Kalifornien ihre Untersuchung an 30 Männern vor (PNAS 2008; 105: 8369-8374). Die Teilnehmer der Pilotstudie wiesen Prostatakrebs in einem frühen Stadium auf. Statt einer Operation oder Bestrahlung stellten die Männer auf eine streng fettarme, pflanzliche Ernährung um, trieben wöchentlich mehr als drei Stunden Sport und unterzogen sich einer psychosozialen Therapie. Drei Monate lang überwachten Ärzte, ob die Probanden den Empfehlungen folgten und wie sich der Tumor entwickelte. Bei keinem der Männer stellten die Studienleiter eine Verschlechterung der Situation fest.
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